Nachhaltigkeit im Weinbau – Bordeaux setzt sich hohe Ziele im Klimafahrplan 2020
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Juli 14, 2016

Nachhaltigkeit im Weinbau – Bordeaux setzt sich hohe Ziele im Klimafahrplan 2020

Daher wurde ein Programm entwickelt, welches Winzer, Händler, Wissenschaftler, Dienstleister und öffentliche Institutionen gleichermaßen einschließt. So konnten die Treibhausgase seit dem ersten offiziellen Klimaplan 2009 bereits um  9% verringert werden. Dieses Jahr wurde ein neuer Klimafahrplan verabschiedet und die Ziele hoch gesteckt! 

Nachhaltigkeit im Weinbau – Der Klimafahrplan 2020 und seine Ziele

Bis zum Jahr 2020 will die Bordelaiser Weinbranche ihre CO2-Emissionen deutlich minimieren. Hierzu wurden folgende Ziele gesteckt:

  • 20 % Reduzierung der Gesamtemissionen

  • 20 % Energieeinsparung

  • 20 % mehr erneuerbare Energien

  • 20 % Wassereinsparungen

Nachhaltigkeit im Weinbau – Ein Aktionsplan hilft bei der täglichen Umsetzung

Um die Ziele bis 2020 zu erreichen wurden alle handelnden Parteien in die Erstellung eines Aktionsplans involviert. Dieser beinhaltet konkrete Maßnahmen zu vier unterschiedlichen Säulen:

Kompetenzen, Lebens- und Arbeitsräume bewahren

So werden beispielsweise Schutzhecken gepflanzt, um die pflanzliche Biodiversität aufrecht zu erhalten. Ziel ist es, den Tieren einen natürlichen Schutz- und Lebensraum zu zu ermöglichen und gleichzeitig eine natürliche Speisekammer für Vögel und bestäubende Insekten zu bieten. Zudem tragen die Hecken über Filtration zur Klärung und dem Schutz von Fließgewässern bei. Auch die Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln ist seit 1989 ein Schwerpunkt des Nachhaltigkeitsengagements.

Zukünftiges durch Forschung antizipieren

Die Weinbranche des Bordelais investiert seit mehr als 25 Jahren in Forschung und Entwicklung, um mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen zu können. Bis dato hat sich die Klimaerwärmung durch eine verbesserte Ausreifung der Trauben eher positiv auf die Qualität des Bordeauxweins ausgewirkt. Aber heute wissen wir, dass die weitere Erwärmung um ein bis zwei Grad einen gravierenden Einfluss auf den Wein haben wird. Aus diesem Grund werden stets Anpassungen in Weinbergen, Kellern und Pflanzen erforscht und das Wissen über Schulungen weitergetragen.

Den ökologischen Fußabdruck minimieren

Die Reduzierung der CO2-Emissionen erfordert zum einen technisch komplexe Maßnahmen wie zum Beispiel die Isolierung von Weinkellern und die Entwicklung von leichteren Glasflaschen. Zum anderen gilt es auch distributive Herausforderungen zu meistern wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten. Aber auch alltägliche Aufgaben wie die Verringerung der Abfallentstehung, Müllsammlung und Mitarbeiterschulungen sind wichtige Maßnahmen für die Erreichung der Ziele.

Die nachhaltige Bewirtschaftung der Rebfläche fördern

Um die nachhaltige Bewirtschaftung der Rebflächen zu fördern, wurde ein kollektives Umweltmanagementsystem für alle Branchenakteure eingeführt. Hierzu werden alle Betriebe in eine Arbeitsgruppe integriert und profitieren so von den Erfahrungen der Gruppenmitglieder. Zudem werden den Betrieben Schulungsmitarbeiter zur Seite gestellt, die sie individuell begleiten. So schreitet jeder Betrieb im eigenen Tempo voran, um seine selbstgesteckten Ziele zu erreichen. In den nächsten Monaten stellen wir euch die einzelnen Aktionen an konkreten Beispielen genauer vor und zeigen, wie die Winzer die Maßnahmen in ihren Betrieben umsetzen.

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