Blogger-Lieblingsrezept im Mai: Lachsforelle und Spargel

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Ab Mai wird das Bordeaux-Team jeden Monat ein Lieblingsrezept aus Foodblogs vorstellen und mit passenden Weinen kombinieren. Ihr habt Lieblingsrezepte? Immer her mit den Links!

Der Frühling ist da und die Sonne scheint – nun ja, zumindest immer mal wieder. Grund genug, jede sich bietende Minute nun dafür zu nutzen, draußen zu sein und mit Freunden zu essen. Und zu grillen, was einem unter die Finger kommt.

Allerdings bitte nicht nur Würstchen, Steak und Gemüsespieße, ein bisschen Abwechslung auf dem Grill muss schon sein. Darum haben wir uns auf die Suche nach einem neuen Rezept gemacht: Leicht sollte es sein, einfach, aber doch raffiniert – und lecker natürlich. Fündig geworden sind wir bei der zauberhaften Annette von Culinarypixel, die den Grillgenuss auch mit unserem Saison-Liebling Spargel kombiniert. Allein bei ihrem Bild von Lachsforelle und Spargel vom Grill mit asiatisch-scharfer Koriander-Vinaigrette würden wir am liebsten sofort zum Rost stürmen und loslegen. Das ganze Rezept findet ihr hier.

Was uns besonders gut gefällt, ist die asiatisch-scharfe Note. Idealer Begleiter ist ein Clairet (wir empfehlen den Château Penin 2010), der kräftig genug ist, um die Lachsforelle toll zu ergänzen, aber nicht geschmacklich zu dominieren. Wer lieber einen frühlingsfrischen Weißwein bevorzugt, dem sei der Château de Fontenille 2011 ans Herz und ins Glas gelegt: Dieser Wein aus dem Entre-deux-Mers begeistert uns mit seinem fruchtig-frischen Finale und duftet toll exotisch.

Jetzt seid ihr aber dran: Welches ist euer liebstes Grillgericht? Und wozu hättet ihr gern von uns eine Weinempfehlung?

Monochrom, nicht monoton

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Das komplette Bordeaux-Team hüpfte durch’s Büro, als die Anmeldebestätigung kam: Am 6. Mai würden wir beim Rollin’ Restaurant dabei sein, eine Art klassischer Supper Club mit sehr unklassischen Motti für die mehrgängigen Menüs. Keine Frage, das stand ganz oben auf unser aller Wunschliste für einen kulinarischen Berliner Abend.

Und wir wurden nicht enttäuscht. Das Motto? „Monochrom“. Ja, richtig gelesen – jeder Gang war einfarbig. Die gemütliche, schummrig beleuchtete Location (Mulax) war großartig, leider kam sie nur unseren Fotos weniger zu Gute, daher schaut euch die Bilder der einzelnen Gänge am besten auf der Seite des Rollin’ Restaurant an.

Zum Start gab’s eine Bloody Mary in unkonventioneller Form: Tomaten-Sellerie-Sorbet mit Tabasco, als kleine Eiskugel serviert, mit einem knusprigen Stück Bacon anbei – und den alkoholischen Anteil, Vodka mit einer Infusion von Dill und gerösteten Senfsamen, gab’s im Glas separat. Beides zusammen konsumiert, ergab die beste Bloody Mary, die wir jemals getrunken haben. Ein toller Magenöffner für das, was danach kam.

Der erste Gang war grün: Zunächst lag grüner Spargel, mit Kresse und einer Art Apfel-Anis-Gel, auf unserem Teller und wirkte sehr spartanisch. Die volle Ladung Grün wurde dann dazugegeben – und zwar kalte Erbensuppe mit ganz feinem Anisaroma. Jeder Tropfen der Suppe wurde sorgfältigst mit dem gereichten Brot vom Teller gedippt – super erfrischend, tolles Sommergericht. Der dazu servierte, säuerlich-jugendliche Sauvignon Blanc passte übrigens hervorragend.

Rot ging es weiter: mit Rote Beete-Sorbet, Ziegenkäse in Rote Beete-Pulver gewälzt, Rote Beete-Vinaigrette und Sprossen. Vorher sagte eine Sitznachbarin noch besorgt, dass sie ja keine Rote Beete möge, wollte dann aber am liebsten in der Küche noch mehr von dem herausragend leckeren Ziegenkäse haben.

Der dritte Gang war leuchtend orange: Geräucherter Saibling, eingelegte Karotten, geräuchertes Karottenpüree, frittierte Karottenstreifen, Eigelb-Vinaigrette und Forelleneier vereinten sich farblich zum vermutlich perfekten Essen für jedes niederländische Königsdinner. Wie schon beim roten Gang absolut faszinierend, wie viele Geschmacksfacetten sich in verschiedenen Variationen ein und desselben Gemüses verstecken können – erst beim Schreiben dieses Blogposts merkten wir, wie viel Karotte in diesem Gang wirklich steckte. Der Saibling ganz zart, die frittierten Karottenstreifen raffiniert, Oranje ganz weit vorne.

Nach den beiden sehr knalligen Gängen wurde es farblich dezenter. Der weiße Gang bestand aus Weller, einer Hollandaise zum Reinlegen mit Holunderbeeren-Blüten-Essig, saurem Spargel und Süßwurzel. Der gesamte Tisch war sich einig: Mit dem Fisch könnte man den härtesten Fischhasser bekehren. Butterzart, hammer-aromatisch. Der säuerliche, rohe Spargel in Kombination mit der Süßwurzel und der Hollandaise auch ganz großes Kino.

Der vorletzte Gang zeigte sich in braun – mit Perlhuhnbrust und –krokette, Brotcreme, Pilzcreme, Bratensauce und Pilzen. Gerade die knusprigen, sehr intensiv-aromatischen Krümel in der Sauce gaben dem Gericht einen richtigen Kick. Noch einmal etwas richtig Herzhaftes vor dem wirklich sehnsüchtig erwarteten Dessert.

Farblich gewann das Dessert eindeutig den Jackpot – intensives Pink war das Motto dieses Ganges, erreicht durch Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber. Als Gel, Eis, Biscuitkuchen und in Kombination mit weißer Schokolade. Ein perfekter, leichter, ausgewogen süß & dezent säuerlicher Abschluss.

Wir sind immer noch begeistert beim Gedanken an diesen wunderbaren Abend in Berlin mit so vielen Farben und Geschmacksexplosionen. Dennoch werden wir wohl eher nicht versuchen, die Kreationen nachzukochen, wir könnten schließlich nur scheitern. Aber wir möchten euch sehr ans Herz legen, dem Rollin’ Restaurant auf Facebook zu folgen oder regelmäßig die Website zu checken, um auch einmal dabei zu sein.

Ein großes Dankeschön an die drei Köche und die fantastische Crew vom Mulax für diesen einmaligen Abend!

Vatertag, Muttertag – jeden Tag!

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Bordeaux beschenkt eure Eltern

Papa zieht mit dem Bollerwagen los & Mama kriegt Blumen? Nö. Wir pfeifen auf die Klischees zum Vater- und Muttertag und konzentrieren uns auf den Kerngedanken: Papa, Mama oder anderen Menschen, die unsere Kindheit geprägt haben, einfach einmal DANKE sagen. Mit einem schönen Glas Wein. Oder eher mehreren.

Am 9. Mai ist Vatertag, gleich danach am 12. Mai Muttertag – eine kalendarische Erinnerung daran, uns bei den Menschen zu bedanken, die uns aufgezogen haben. Die uns so tolle Dinge vermittelt haben wie Genuss und Lebensfreude. Ein banaler Blumenstrauß reicht doch eigentlich gar nicht aus, um die Dankbarkeit für so etwas Entscheidendes auszudrücken.

Am meisten freuen sich alle Eltern über einen Anruf oder einen Besuch – nicht nur an ihren Ehrentagen, sondern das ganze Jahr über. Außerterminlich ist jede Überraschung gleich doppelt so schön.
Aus diesem Grund haben wir unser diesjähriges Vater- und Muttertagspaket etwas umkonzipiert: Ihr könnt natürlich weiterhin Wein für euren Vater, eure Mutter, beide Eltern, Großeltern, Patentanten oder andere wichtige Menschen gewinnen. Aber wir versenden nicht ein Paket, sondern drei – und auch nicht im Mai. Stattdessen überraschen wir sie in eurem Namen drei Mal irgendwann im Laufe dieses Jahres 2013 – ohne Vorankündigung, ohne Feiertags-begründeten Anlass. Sondern einfach nur, um zu zeigen, dass Vater-/ Muttertag eigentlich jeden Tag und nicht auf einen Termin begrenzt sind.

Mitmachen ist ganz einfach: Sagt uns nur per Kommentar unter diesem Blogpost (bis zum 12. Mai), warum gerade eure Eltern (oder auch nur eure Mutter oder euer Vater allein oder jemand anderes Wichtiges in eurem Leben) unser Überraschungspaket verdient haben. Bitte vergesst auch nicht, eine gültige E-Mail-Adresse anzugeben, damit wir euch benachrichtigen können, wenn ihr gewonnen habt.

Viel Erfolg und eine schöne „Eltern-Woche“ euch allen!

PS: Zu Grillfleisch passt übrigens ganz hervorragend der Château Penin 2010, ein Clairet – und für ein florales Weingeschenk ist der Château La Fleur des Pins 2011 immer eine gute Idee. ;)

Das Weißwein-ABC – Teil 3

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Q wie Quitte:
Eine typische, fruchtige Aromennuance bei edelsüßen Weinen, aber auch bei zahlreichen trockenen Weißweinen. Besonders Sémillon und Chenin Blanc bringen den Quittenduft ins Glas.

R wie Restzuckergehalt:
Trockene Weißweine haben maximal 4g/l Restzuckergehalt, darüber bewegen wir uns im lieblichen und edelsüßen Bereich. Siehe auch: Dessertwein.

S wie Sémillon:
Sémillon-Traube ist die Hauptdarstellerin bei den lieblichen und süßen Weißweinen aus Bordeaux und gern gesehene Komplementärrebsorte bei trockenen Weißweinen. Sie rundet den Wein ab und verleiht ihm Fülle und Noten von Aprikosen und Honig. Von der „Edelfäule“ befallene Sémillon-Trauben entfalten sind die Basis für die berühmten Bordelaiser Süßweine.

T wie trockenes Laub
Beschreibt eine Weinfarbe, die zwischen „altgold“ und holzfarben“ angesiedelt ist. Farbe eines schon etwas länger gereiften Süßweins (siehe: Farbe).

U wie Ugni Blanc
Ugni Blanc, auch Trebbiano genannt, ist eine ursprünglich aus Italien stammende anpassungsfähige Rebsorte. Wir haben sie schon einmal, zusammen mit anderen selteneren Kollegen hier vorgestellt.

V wie Vielfalt
Es ist in diesem ABC schon mehr als offensichtlich – Weißwein kennt viele Spielarten. Es gibt die jungen Wilden, komplexen Essensbegleiter, edelsüßen Goldenen und spritzige Crémants. Weißwein ist alles, aber nicht langweilig, und gerade im Bordeaux gibt es reichlich Vielfalt zu probieren.

W wie Weinstein:
Weinstein bezeichnet eine kristalline Ablagerung durch die Weinsäure, die sich im Laufe der Alterung am Flaschenboden bilden kann. Es handelt sich dabei nicht um einen Weinfehler, der Geschmack wird nicht beeinflusst.

X wie (e)Xtraktion:
Na gut, wir haben geschummelt. Und die Extraktion hilft uns hier noch nicht einmal weiter, handelt es sich doch um einen Prozess, der hauptsächlich in der Rotweinherstellung relevant ist. Extrahiert werden nämlich Tannine und Gerbstoffe aus den Schalen der Trauben, und die sind beim Weißwein ja früh aus dem Spiel. Vorschläge für X sind uns herzlich willkommen.

Y wie Yin und Yang:
Ausgeglichen wie Ying und Yang werden Weine durch die Kunst der Assemblage. Weißweine aus dem Bordeaux sehr häufig Cuvées – wie diese abgemischt werden, haben wir an anderer Stelle bereits beschrieben.

Z wie Zitrusfrüchte:
Ein weiteres klassisches Aroma für Weißweine aller Arten & eine frische Geschmacksnuance vieler trockener Weißweine.

 

Zum Weißwein-ABC, Teil 1 (von A bis H)
Zum Weißwein-ABC, Teil 2 (von I bis P)

Das Weißwein-ABC – Teil 2

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I wie Ingwer:
Ingwer beschreibt nicht nur eine Geschmacksnuance von Weißwein – Speisen mit Ingwer sind auch nicht so einfach mit Weinen zu kombinieren. Wir empfehlen, zu ingwerhaltigen, scharfen Gerichten der asiatischen Küche mal einen Sauternes auszuprobieren – süß & scharf ist eine herrliche Kombination. Es gibt auch viele spannende Rezepte, die Ingwer und Weißwein zusammenführen – einfach mal probieren!

J wie Jahrgang:
Trockene Weißweine werden in der Regel jung getrunken. Weißweine aus Stahltanks haben dabei geringeres Lagerpotenzial als Barrique-Weine, sie sollten innerhalb von 2 Jahren getrunken werden. Herausragende Weißweine können bis zu 5 Jahre gelagert werden. Süßweine gewinnen mit der Zeit noch an Komplexität und sollten nicht zu jung konsumiert werden (frühestens nach 2 Jahren), die Flasche einfach mal 5-8 Jahre geschlossen lassen! Bis zu 18-20 Jahre sind bei den meisten Süßweinen kein Problem. Große Jahrgänge (z.B. 2001) können über Jahrzehnte gelagert werden.

K wie Kelterung:
Die Kelterung (vom lateinischen calcare, mit den Füßen stampfen) dient der Trennung des Saftes von den Festbestandteilen, nach der Ernte der erste Schritt in der Weinherstellung. Weißweine werden meist direkt aufgebrochen (Aufbrechen der Beerenhäute), ggf. entrappt (Entfernen der Stiele) und sofort gekeltert.

L wie Loupiac:
Die kleine Appellation Loupiac liegt im Süden der Appellation Entre-deux-Mers und produziert ausschließlich edelsüße Weine. Auf 400 Hektar Rebfläche werden hier circa 15.000 Hektoliter Wein im Jahr gewonnen – aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die Weine dieser Region sind ein guter Tipp für Süßwein-Liebhaber, mit ihren Feigen- und Honigaromen – leichter und weicher als ihre berühmten Cousins mit dem Namen Sauternes.

M wie Most:
Bei der Weißweinbereitung besteht der frisch gepresste Most ausschließlich aus Traubensaft (siehe: Gärverfahren). Die Zusammensetzung des Safts hängt von der Rebsorte, dem Anbaugebiet und der Anbaupraxis ab.

N wie Nervig:
Nervig? Ja, Wein kann nervig sein – und das ist nicht unbedingt negativ. Der Begriff steht für sehr jungen, lebhaften Weißwein mit rassiger Säure, der noch etwas Zeit bis zur idealen Trinkreife braucht.

O wie Oxydation:
Oxydation, also die Zuführung von Sauerstoff (ob absichtlich oder unabsichtlich) ist bei Weißweinen ein gefährliches Spiel, sie reagieren empfindlich auf Sauerstoffzufuhr. Um übermäßige Oxydation zu verhindern, werden Weißweine daher nach Abschluss der Gärung in der Regel geschwefelt.

P wie Papst Sixtus IV.:
Papst Sixtus IV. ließ im Jahr 1478 Weißwein als Messwein offiziell zu. Wie Blut sieht das dann zwar nicht mehr aus, schmeckt aber gut!

To be continued…

Zum Weißwein-ABC, Teil 1 (von A bis H)
Zum Weißwein-ABC, Teil 3 (von Q bis Z)

Das Weißwein-ABC – Teil 1

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A wie Alkoholgehalt:
An dieser Stelle möchten wir mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen: Rotweine und Weißweine unterscheiden sich nicht im Alkoholgehalt, die Unterschiede bei allen Weinen liegen etwa zwischen 9-14%.

B wie Botrytis cinerea:
Dieser komplizierte Name steht für einen Schimmelpilz, der auch als Graufäule, Grauschimmel oder Edelfäulepilz bekannt ist. Diesen Schimmel muss man mögen – befällt er Trauben nämlich in warmem, trockenem Herbstwetter, zerstört er sie nicht, sondern sorgt dafür, dass das Wasser in den Trauben stärker verdunstet. Andere Inhaltsstoffe – vor allem der Zucker – bleiben zurück, es entsteht die „Edelfäule“ mit ihrem charakteristischen Aroma und der hohen Restsüße.

C wie Crémant:
Ein Crémant ist ein nach dem Champagnerverfahren (Flaschengärung) hergestellter, französischer Schaumwein. Auch Schaumweine aus Belgien und Luxemburg werden oft als Crémant bezeichnet. Crémants sind immer aus kontrollierter Herkunftsbezeichnung, bei Crémants aus dem Bordelais steht also A.O.C Crémant de Bordaux.

D wie Dessertwein:
Dessertweine haben eine hohe Restsüße (min. 40g/l), sind also Süßweine. Am bekanntesten sind aus dem Bordelais die Sauternes-Weine.

E wie Entsäuern:
Entsäuern ist eine Maßnahme, um zu hohe Säure im Weißwein zu mildern. Bei der sogenannten malolaktischen Gärung wandeln Milchsäurebakterien die Apfelsäure in Milchsäure um und setzen gleichzeitig Kohlendioxid frei. Dieser Prozess, auch biologischer Säureabbau genannt, kann im Gärbottich oder sogar noch in den Barrique-Fässern erfolgen. Wichtig ist immer die Balance – denn Säure ist für den Geschmack eines Weines wichtig, mit zu wenig Säure wirkt er schal und fade. Gerade bei Weißweinen sollte die Entsäuerung daher sehr bewusst eingesetzt werden.

F wie Farbe:
Die Farbe von Weißweinen entwickelt sich im Zuge der Alterung von fast farblos bis hin zu braun – im Detail könnt ihr das in unserer #100lessons Ausgabe zu Weißwein-Farben nachlesen.

G wie Gärverfahren:
Der wichtigste Unterschied beim Gärverfahren von Weiß- und Rotwein: Beim Rotwein werden die Schalen mit vergoren, beim Weißwein nur der Saft – die Trauben zur Weißweinherstellung werden direkt abgepresst. Die Temperatur liegt mit 18° bis 20° Grad unter der bei der Rotweinbereitung üblichen Temperatur. Die Gärung dauert durchschnittlich zwölf bis fünfzehn Tage.

H wie Histamine
Weißwein hat einen deutlich niedrigeren Histamin-Gehalt. Vor allem eher saure Weißweine enthalten fast keine Histamine – gute Nachrichten für Allergiker.

Zum Weißwein-ABC, Teil 2 (von I bis P)
Zum Weißwein-ABC, Teil 3 (von Q bis Z)

Flaschenpost#1: Frühling auf dem Tisch, im Glas und bei der Flaschenpost!

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Gestern gab’s als „Appetizer“ Tipps zum Thema Kräuter und Wein. Hunger bekommen? Dann passt ja, was wir heute als Abschluss der Flaschenpost-Woche vorbereitet haben – nämlich ein Menü, bei dem uns schon bei der Recherche das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist. Unser Einkaufskorb hat ja bereits einiges verraten: im Fokus stehen Spargel, Rhabarber und wieder Kräuter, Kräuter, Kräuter. Und passende Weine dazu – denn wie versprochen füllen wir heute den Weinkorb mit den letzten 3 der 6 Weine, die ihr diese Woche gewinnen könnt.

Los geht’s mit Jakobsmuscheln mit Spargelsalat, diese leckere Vorspeise haben wir bei Blogger Paul Fritze von Einfach Lecker Essen entdeckt. Gerade Spargel ist hinsichtlich der Weinauswahl anspruchsvoll, die feinen Aromen brauchen leichte, trockene Weine mit gut eingebundener Säure. Sandra Junker empfiehlt daher einen Château Freybernat 2010, der unseren ersten Gang auf eine erfrischende Art und Weise mit seinen intensiven Zitrus- und Cassisnoten sowie Nuancen von Melisse und Ingwer begleitet. Charakteristisch für diesen Sauvignon Blanc ist sein lebendiges Säurespiel mit mineralisch-spritzigem Finale. Nur ein Glas zu trinken, dürfte euch ziemlich schwer fallen.

Zweiter Gang und schon wieder Spargel – nun aber als Spargeltarte von delicious days. Dazu braten wir uns noch (ganz kurz) ein saftiges Thunfisch-Steak an und öffnen eine Flasche Château Penin Clairet 2011. Der passt mit seinem frischen Duft nach Erdbeeren, Minze und Gewürzen perfekt zu unserem Hauptgang. Clairet, eine Spezialität aus dem Bordelais, reift im Gegensatz zum „normalen“ Rosé nicht nur wenige Stunden, sondern bis zu 2 Tage auf der Maische, was auch seine schon fast an Rotwein erinnernde Farbe und seinen kraftvollen Geschmack erklärt. Gut gekühlt (9-11°) trinken! Ein klasse Kompromiss, wenn Rot- und Weißweinfans gemeinsam am Tisch sitzen! Als ideale Ergänzung zu Fisch und Spargel passt übrigens auch der Château Timberlay, den wir gestern vorgestellt haben (und der auch im Gewinnkorb ist).

Zu jedem Frühlingsmenu gehört natürlich auch etwas Süßes. Als Abschluss gibt es gerösteten Rhabarber mit Mascarpone Creme. Um den säuerlichen Geschmacks des Rhabarbers auszugleichen, trinken wir dazu einen Château Haut-Bergeron, der köstlich nach reifen, exotischen Früchten duftet und von weißen Blütenaromen begleitet wird. Die üppige Süße des Sauternes gepaart mit seiner lebhaften Säure sorgen für Spannung am Gaumen. Wer keinen Rhabarber mag, kann den natürlich auch weglassen und den gekühlten Süßwein pur genießen, bei circa 12-16 Grad am besten, bloß nicht zu kalt!

Nach 3 Tagen Flaschenpost warten jetzt 6 Weine auf 1 Gewinner(in): kommentiert noch bis morgen 12 Uhr einen unsere Blogbeiträge und seid die / der Glückliche – bonne chance!

Flaschenpost #1: Kräuter und Wein, das ist fein

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Schluss mit geschmacklosen getrockneten Kräutern aus der Tüte – frisch muss es sein! Als wir für die Flaschenpost-Woche einkaufen waren, wollten wir den Kräuterkorb vor lauter guten Gerüchen am liebsten umarmen. Oder uns reinlegen. Stattdessen kochen wir aber lieber mit ihnen – und haben unsere Sommelière Sandra Junker wie immer nach Tipps für tolle Kombinationen gefragt. Das Beste: einige ihrer Tipps sind im Weinkorb, den ihr diese Woche gewinnen könnt. Nur den Kräuterkorb müsst ihr noch selbst füllen!

Also, schnell auf den Balkon oder in den Garten, Markt oder Supermarkt und saisonale Kräuter einsammeln. Dill, Kresse, Kerbel und/oder Schnittlauch könnten für einen leckeren Frühlingssalat herhalten, mit Maispoularde oder lauwarmem weißem Spargel mit Kräutervinaigrette. „Hier unterstützen leichte Weiß-und Roséweine die Kräuter am besten“, so Sandra Junker, „ich empfehle einen Château les Vergnes oder einen Château Minivielle “Cuvée Chérie” Rosé.

Zu Gerichten mit verschiedenen Kräutern, beispielsweise einem Pesto, passen hervorragend leichte bis mittelkräftige Weißweine mit einem hohen Anteil an Sauvignon Blanc. Hier denkt Sandra Junker an einen Château Timberlay, der sich durch ein subtiles, florales Bukett auszeichnet und am Gaumen zugleich erfrischend und cremig ist. Dieser fruchtbetonte Wein mit Zitrusanklängen und leicht würzigen Noten eignet sich gut für eine Kräuterkombi wie Bruschetta oder Risotto mit Bärlauch-Basilikum-Pesto.

Gerade wenn es draußen wärmer wird (oder im Hinblick auf die Sommerfigur), ist auch eine leichte Suppe eine gute Idee. Eine noch bessere Idee finden wir diese vietnamesische Reisnudelsuppe mit Hühnchen und verschiedenen asiatischen Kräutern wie Koriander. Hierzu empfiehlt Sandra Junker einen kräftigen und gehaltvollen Weißwein mit einer Sémillon-Dominanz und wenn möglich mit Restsüße wie den Château Mémoires Cadillac, um die Schärfe zu kompensieren. Der Cadillac duftet köstlich nach Quitten und kandierten Früchten, ist vielschichtig, und besticht durch sein lang anhaltendes Süß-Säure-Spiel. Passt übrigens auch perfekt zu einem mit Zitronenmelisse und Minze verfeinerten Obstsalat. Unbedingt ausprobieren!

Normalerweise lösen Kräuter wie Rosmarin und Oregano herzhaftere Assoziationen aus – und damit bei den meisten eher Gedanken an Rotwein. Darf’s denn auch mal ein Weißer dazu sein? „Ja, dieser sollte allerdings kräftig und im Barrique ausgebaut sein. Diese Kräuter haben ein hohes Maß an ätherischen Ölen und einige Bitterstoffe und brauchen daher ein Pendant. Perfekt wären Weißweine aus dem Graves/Pessac oder Blaye Gebiet“, sagt Sandra Junker.

Fischgerichte mit Kräutern an vorderster Front (z.B. mit einem Mantel aus Estragon) können auch etwas mehr Power im Glas vertragen. Weißweine aus dem Entre-deux-Mers komplementieren sehr kräutrige Gerichte mit Fisch wirklich gut, zum Beispiel der 2011 Château Bel Air Réserve, Entre-deux-Mers. Sandra Junker zu diesem rassigen Weißwein: „Der ideale Wein für Fisch und Schalentiere! Duftendes Bouquet, fein, mit zarter, angenehmer Säure, perfekt ausbalanciert mit weichen, die Zunge füllenden Kleehonignoten.“ Also noch einer für den Einkaufskorb!

Unter den heutigen Weintipps waren schonmal 3 der 6 zu verlosenden Weine. Bleiben also noch 3 übrig, die stellen wir euch morgen im Rahmen unseres Frühlingsmenüs vor.

Begleitet vom Duft der Kräuter und beschwipst von dem Gedanken an die Weine holen wir nun die Decke aus dem Schrank und verbringen diesen schönen Frühlingsabend im Park.

Für euch heißt es jetzt: kommentiert hier (oder unter einem der anderen Flaschenpost-Beiträge), egal ob eure Fragen rund ums Thema Kräuter und Weine geht oder mit eigenen Tipps. Wir verlosen 6 Weine unter allen Kommentaren, die bis zum 26. April um 12 Uhr unter einem der Flaschenpost-Beiträge hinterlassen werden. Denkt daran, eine gültige Emailadresse anzugeben. Bonne chance!

 

 

 

 

 

Flaschenpost #1 – Holt euch den Frühling ins Glas

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Frühling, endlich! Die Tage werden länger und wärmer und alles fängt bunt an zu wachsen und zu sprießen. Pheromone wirbeln durch die Luft und durch die Weinberge. Wir können an gar nix anderes mehr denken als austreibende Reben, sprießende Knospen und zarte Weinblätter, die sich der Sonne entgegenranken. Es zieht uns nach draußen an die frische Luft, ins Grüne oder auf die Terrasse. Und was fehlt da? Seht selbst:

Jawoll, es fehlt Wein – und die Flaschenpost-Woche, die wir hiermit zum ersten Mal im Jahr 2013 einläuten. Ihr wisst, was das heißt: wir füttern euch wieder mit allerlei Rezeptideen und den passenden Weinempfehlungen. Im Programm haben wir erfrischende Weißweine, kraftvolle Clairets und aromatische Süßweinedie perfekten Begleiter zu den Kräutern und Frühlingszutaten in unserem Einkaufskorb. Ihr wollt diese Weine auch probieren? Kein Problem!

Wir schenken euch den Frühling ins Glas! Dafür müsst ihr in der nächsten Woche kommentieren, was das Zeug hält. Jeder Kommentar mit euren Fragen, Rezeptvorschlägen oder eigenen Weinempfehlungen kommt in den Lostopf – am Ende der Woche ziehen wir dann eine(n) Gewinner(in), der/die alle 6 Weine ins Haus geliefert bekommt.

Also, raus aus den (Winter-)Puschen! Wir werten alle Kommentare, die ihr unter einem der drei Flaschenposts (diesem hier, und die Flaschenpost-Beiträge morgen & übermorgen) bis zum 26. April um 12 Uhr hinterlasst. Bitte achtet darauf, eine gültige Emailadresse anzugeben, der Gewinner/die Gewinnerin wird per Email benachrichtigt. Bonne chance!

Apéros Bordeaux – Feierabend auf Französisch!

KATEGORIEN: 100 Bordeaux, Allgemein, Apéros Bordeaux, Events, Sommer

Neue Eventreihe „Apéros Bordeaux“ aus Frankreich – dieses Jahr in 4 deutschen Städten

Zugänglich, unkompliziert und fröhlich!
Mit Livemusik des Singer Songwriters Gregor Meyle

Die Deutschlandtour:

Erkrather Str. 224a (Schwanenhöfe), 40233 Düsseldorf

Gorch-Fock-Wall 4, 20354 Hamburg

Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

Ganghofer Str. 68, 80339 München

Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Apéros Bordeaux – was bedeutet das eigentlich?

„Apéro“ heißt Aperitif auf Franösisch, bedeutet aber sehr viel mehr als ein alkoholisches Getränk: Der Franzose trifft sich nach Feierabend mit Freunden und Bekannten und trinkt ein oder zwei Gläschen Wein vor dem Abendessen. Diesen französischen Lifestyle, die gesellige Version des entspannten Feierabends, bringt der Fachverband der Bordeaux-Weine (CIVB) dieses Jahr nach Deutschland. „Apéros Bordeaux“ findet am 18. Juli in Düsseldorf (GFG – The Concept Store), am 14. August in Hamburg (Parkcafé Schöne Aussichten), am 19. September in Berlin (Soda Club / Kulturbrauerei) und am 21. November in München (Ganghofer 68) statt.

Die Weine im Mittelpunkt – riechen, schmecken und entdecken

Die Vielfalt der Bordeaux-Weine in lockerer, unkomplizierter Atmosphäre zu entdecken, ist das Ziel dieser Veranstaltungsreihe. Denn jenseits der teuren Rotweine aus dem Bordelais gibt es viel Neues zu entdecken: fruchtige WeiІweine, frische Rosés und natürlich auch elegante Rotweine, die in einer Preisspanne zwischen 5 und 29 Euro im Handel erhältlich sind. Jedes Jahr werden 100 dieser Weine von einer Expertenjury in der Selektion 100 Bordeaux für jeden Anlass zusammengestellt. Jeweils sechs Highlights daraus werden bei den „Apéros Bordeaux“-Events zur Verkostung ausgeschenkt. Um den Wein erlebbar zu machen und allen Interessierten auch die Möglichkeit zu geben, mehr über Bordeaux zu erfahren, wird eine Art „Weinstation“ eingerichtet: Dort steht im Aroma Parcours das Schnuppern der einzelnen Weinaromen auf dem Programm und die Weinakademikerin und Bordeaux-Expertin Sandra Junker steht Rede und Antwort zu alle Fragen über die Herstellung, das Geheimnis der berühmten Weine und die richtige Verkostung. Außerdem sind junge Winzer vor Ort, um ihre Weine zusammen mit den Gästen zu probieren.

Dazu: entspannte (Live-)Musik – chillen, tanzen und feiern

Untermalt werden die „Apéros“-Abende von entspannter (Live-)Musik. Zum Auftakt gibt Gregor Meyle ein Konzert. Der Singer Songwriter – laut Stefan Raab der Beste, den er in den letzten zehn Jahren gehört hat – versteht es, das Publikum mit seiner fesselnd warmen Stimme, den eingängigen Melodien und vor allem den wunderschönen deutschen Texten in seinen Bann zu ziehen. Mal ganz davon abgesehen, dass Meyle absoluter Kulinariker, Hobbykoch und Weinliebhaber ist.
Er passt also perfekt ins Konzept und wird das Publikum in eine entspannte und fröhliche Stimmung versetzen. Abgelöst wird Meyle von wechselnden DJs, die von Chill-Out über französisch angehauchte Klänge bis hin zu Partymusik alles in petto haben, um „Apéros Bordeaux“ für jeden Geschmack zu einem tollen Abend zu machen. „Apéros Bordeaux“ – so feiert man Feierabend auf Französisch!

Taucht ein in die Welt der Apéros Bordeaux! In diesem Video seht ihr, wie wir letztes Jahr in Hamburg gefeiert haben: