Lebhaftigkeit, Frucht und Aromakraft
Sauvignon ist besonders wohlschmeckend, rund und lebhaft.
Die Aromen dieser Rebsorte sind vielfältig: Zitrusfrüchte, exotische Früchte, Johannisbeerknospen, Buchsbaumholz, weiße Blüten usw.
Bei einer geeigneten Ertragsbegrenzung bringt die Rebsorte Sauvignon trockene Weißweine hervor, die sich tief, kräftig und komplex geben, wie z. B. in Pessac-Léognan.
Das Aromenspektrum gestaltet sich rund mit Noten von Melone, Nektarine oder Pfirsich.
Im Allgemeinen sorgt Sauvignon in der Assemblage mit Sémillon für Lebhaftigkeit und Aromakraft. Dies gilt auch für die großen edelsüßen Weißweine der Region Sauternes.
Nicht zu warm und nicht zu kalt
Das gemäßigte Klima im Bordelais ist für die Rebsorte Sauvignon optimal. Sie gedeiht am besten in Sommern mit schönem Wetter, jedoch ohne übermäßige Hitze, da diese ihr Aromapotential beeinträchtigen könnte. Außerdem bevorzugt sie tiefe Böden, in denen ihre Wurzeln gut geschützt sind.
Die Rebsorte wird aus diesem Grund oft im Gebiet Entre-Deux-Mers zwischen den Flüssen Garonne und Dordogne angepflanzt.
Man findet sie jedoch auch im Terroir von Graves auf leichteren und sandigeren Böden, da das Klima dort im Gegenzug kühler und gemäßigter ist. Sie erlangt dort eine Reichhaltigkeit und Kraft auf, die einen Ausbau im Fass ermöglicht. So entstehen großartige kräftige und komplexe Weißweine.
Auf der Suche nach perfekter Harmonie
Sauvignon ist eine widerstandsfähige und durchschnittlich ertragreiche Rebsorte, da sich die Befruchtung bei kühler oder regenreicher Blütezeit mitunter schwierig gestaltet. Die Anfälligkeit für die Edelfäule ist hoch, was einen erheblichen Vorteil bei der Erzeugung großer lieblicher und edelsüßer Weine darstellt.
Dank wissenschaftlicher Untersuchungen der Fakultät für Önologie von Bordeaux, die ermöglicht haben, das Aromapotential von Sauvignon mit angenehmer Säure zu verbinden, erfährt die Rebsorte derzeit im Bordelais einen enormen Aufschwung.